Spinale Stenose

Der Begriff der Spinalen Stenose (Spinalkanalstenose) beschreibt eine Verengung des Wirbelkanales. Sie tritt beim Menschen meistens im Bereich der Lendenwirbelsäule auf und ist insgesamt sehr häufig.
Der Begriff Krummer Rücken bezeichnet im Volksmund eine häufig anzutreffende Schonhaltung, die oft auf die Spinale Stenose zurück geht.

Durch den aufrechten Gang des Menschen ist die untere Lendenwirbelsäule mechanisch hoch belastet. Degenerative Veränderungen sind alters- und belastungsabhängig und in leichten Ausprägungen weit verbreitet. Es ist dabei weniger die Frage, ob sie sich entwickeln, sondern mehr die Frage, wie schnell die Verengung fortschreitet und ob sie klinische Beschwerden verursacht.
Bei einer Instabilität, die zum Wirbelgleiten führt, verformt sich der Spinalkanal, er wird länglich. Während der Querschnitt normalerweise an einen „Napoleonshut“ erinnert, wird er dann schlanker und spitzer. Der mechanische Stress in dem Segment bedingt die Bildung von Abstützungsreaktionen, den Spondylophyten, auch verdickt sich, vermutlich ebenfalls als Reaktion auf die Instabilität, das „gelbe Band“ (Ligamentum flavum). Der für den Duralsack zur Verfügung stehende Raum wird kleiner, so dass es zu Reizungen oder Schäden der Nervenwurzeln kommt. Häufig treten erst dann die ersten klinischen Symptome auf.
Die Stenose kann verschiedene Formen haben. Gelegentlich verlagert sich eine relativ intakte Bandscheibe im Wirbelzwischenraum und „rutscht“ zur Seite. Damit wird der Spinalkanal von einer Seite her bedrängt und es kommt zu deutlicheren Beschwerden.