Herzinsuffizienz

Herzinsuffizienz ist ein in der Medizin sehr häufig gebrauchter Begriff und beschreibt das Unvermögen des Herzens, im Blutkreislauf die vom Körper benötigte Blutmenge zu fördern. Die gebräuchliche deutsche Übersetzung 'Herzschwäche' trifft den Begriff nur ungenau, weil nicht nur eine krankhaft verminderte Pumpfunktion (systolische Herzinsuffizienz oder Herzmuskelschwäche), sondern auch eine gestörte Füllung des Herzens (diastolische Herzinsuffizienz bei normaler oder gar gesteigerter Pumpfunktion) zur Herzinsuffizienz führen kann. Die Herzinsuffizienz kann nur das linke Herz (Linksherzinsuffizienz), nur das rechte Herz (Rechtsherzinsuffizienz) oder beide Herzhälften (globale Herzinsuffizienz) betreffen. Sie kann als Folge vieler verschiedener Krankheiten des Herzens und auch anderer Organe auftreten und weist oft auf ein bereits ernstes Krankheitsstadium mit verkürzter Lebenserwartung hin, wenn die Ursache nicht behandelt werden kann. Allerdings wurde besonders in der Vergangenheit auch oft aus Verlegenheit eine Herzinsuffizienz diagnostiziert, ohne dass beweisende Befunde erhoben wurden.