Fettabsaugung
Fettabsaugung (Liposuktion) ist eine Schönheitsoperation, bei der Fettzellen an bestimmten Stellen mit Kanülen schonend abgesaugt werden.
Die derzeit am häufigsten angewendete Methode ist die Tumeszenzlokalanästhesie, bei der in einem ersten Schritt ein Gemisch aus sterilem, isotonen Wasser einem Betäubungsmittel (ähnlich dem bei zahnärztlichen Behandlungen), Natriumbicarbonat sowie meist auch etwas Kortison in das Fettgewebe gespritzt wird. Dieses Gemisch verursacht im Fettgewebe zwei Hauptwirkungen: Eine bis zu 18 Stunden anhaltende , bei fachgerechter Durchführung auch sicher wirkende Betäubung und das Vollsaugen der einzelnen Fettzellen mit dem Gemisch, die sich dadurch leichter aus dem das Fettgewebe stabilisaierende Bindegewebe herauslösen lässt. Dieser Prozedur folgt eine etwa 60 minütige Wartezeit, bei der sich die applizierte Flüssigkeit im Fettgewebe gleichmäßig verteilt und die Betäubung wirksam wird. Es bildet sich eine Art Emulsion aus Fettzellen und Tumeszenzlösung. Die das Fettgewebe stabilisierenden Bindegewebsstrukturen, aber auch die Venen, Gefäße und Nerven, die das Fettgewebe durchziehen, werden nicht verändert. Anschließend erfolgt die Entfernung der Emulsion aus dem Fettgewebe mit einem leichten Sog und Spezialkanülen. Nach der Absaugung werden die für den Eingriff erforderlichen kleinen Hautschnitte verbunden und ein Kompressionsmieder angelegt. Dieses ist für einen Zeitraum von etwa vier Wochen zu tragen.